Im Abseits der Lichter von Lina Kaiser

Im Abseits der Lichter
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Published: 10. Juli 2013
Die 17-jährige Katinka führt ein geordnetes Leben: ihre Familie ist intakt, sie spielt leidenschaftlich gern Fußball und macht bald ihr Abitur. Alles scheint bestens, bis der unerwartete Kuss einer Mannschaftskameradin Katinkas Welt erschüttert. Plötzlich glauben alle, sie sei lesbisch! Fluchtartig stürzt sie sich in einen Flirt mit einem Jungen, doch statt ihm kommt sie seiner Schwester näher, einem Vorzeigemädchen mit Streberattitüde. Das Gefühlschaos ist perfekt. Pendelnd zwischen Vereinsplatz und Theatersaal, Scheinheiligkeit und echten Gefühlen, muss…

Der Roman „Im Abseits der Lichter“ ist das Debüt der Autorin Lina Kaiser, sie erzählt ihren Lesern das Leben der Fußballerin Katinka. Katinka ist jung und war noch nie in ihren Leben richtig verliebt, dachte sie. Ihre kleinere Schwester Lea dagegen hat einen Freund nach den anderen, während Katinka nur eins wichtig ist: der Fußball.
Bis an den Tag an den sie unerwartet von ihrer Mannschaftskameradin Deboras geküsst wird.
Ab nun fahren ihre Gefühle Achterbahn, sie wehrt sich vehement gegen die Gerüchte, sie sei lesbisch und um dies zu beweisen fängt sie was mit Julius an. Sie will aller Welt und vor allem auch sich selber beweisen das sie „Normal“ ist.
Durch ihre Beziehung zu Julius, lernt sie auch dessen Schwester Emilia kennen, welche in der gleichen Stufe wie Katinka ist, nur das beide nie Freundinnen waren, Emilia ist eher eine Musterschülerin, macht sich viel aus aussehen, in Katinkas Augen eine Modepuppe.
Sie dagegen ist eben den Fußball verfallen und hat mit Mode nichts am Hut.

Nach und nach entwickelt sich nun die Story und es wäre kein Coming Out Roman, wenn es nicht doch am Ende zwischen zwei Mädchen funken würde.  Doch wie Katinka langsam ihre Persönlichkeit entdeckt und welche der vielen Freundinnen ihr Herz erobert, das müsst ihr schon selber lesen!

Ein paar Mängel habe ich jedoch, mir ist Katinka am Anfang sehr unsympathisch. Ihr ständiges „das ist unnormal“ und „ich bin normal“ geht einen sehr auf die Nerven. Auch das sie mit einen Jungen zusammen ist, obwohl sie nichts empfindet. Man mag sie am liebsten durch schütteln und ihr den Kopf waschen. Aber das entwickelt sich ja zum Glück in laufe der Story.
Emilia hingegen war einen sofort sympathisch, sie ist so ganz anders als ihr Bruder, zu den ich einfach einen Zugang finden konnte.

Ein schöner Roman, mit flüssigen Schreibstil. Lina Kaiser bringt das Coming-Out schön zum Punkt, mit all den Selbstzweifeln, den Urteilen der Umgebung und den Schwierigkeiten zu sich selbst zu stehen.

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